Ein Mac mit nur einem Bildschirm ist zunehmend die Ausnahme. Ein Notebook mit zwei externen Monitoren, ein Mac mini hinter einem Schreibtisch voller Displays, eine Studiomaschine mit einem Referenzmonitor an der Seite — sobald es mehr als eine Fläche gibt, ist ein untätiger Schreibtisch voller dunkler Rechtecke viel verschenkte Fläche, vor der sich ein Fotoarchiv versteckt.
Memory Screen Saver Plus bespielt angeschlossene Displays mit eigenem Timing, sodass jeder Bildschirm seine eigene Rotation fährt statt alle gleichzeitig umzuschalten. Vor dem Einrichten gibt es aber eine Sache an macOS, die man vorher wissen sollte — hier funktioniert es anders als unter Windows.
Wie der Leerlaufmodus unter macOS funktioniert
Unter Windows registriert sich die App als klassischer .scr-Bildschirmschoner. Auf dem Mac nicht. Das Installationsskript registriert einen Idle-Agent als Anmeldeobjekt, der die Leerlaufzeit überwacht und die Diashow startet, wenn Sie weggehen. Diese Version erscheint nicht als nativer Bildschirmschoner in den Systemeinstellungen.
Das hat praktische Folgen: Sie aktivieren es, indem Sie das Installationsskript ausführen und das Anmeldeobjekt zulassen — nicht indem Sie es in den Systemeinstellungen aus der Bildschirmschoner-Liste wählen, wo es nicht auftauchen wird. Wenn beim Weggehen nichts passiert, ist dieser Agent das Erste, was Sie prüfen sollten.
Jedes angeschlossene Display, im eigenen Takt
Eigenes Timing ist überhaupt der Grund, warum sich ein Mehrschirm-Aufbau lohnt. Bildschirme, die gleichzeitig wechseln, lesen sich wie eine große, in Stücke geschnittene Diashow; Bildschirme, die im eigenen Takt wechseln, lesen sich wie mehrere Fotografien, die sich einen Schreibtisch teilen. Neben Letzterem sitzt man acht Stunden deutlich lieber.
Wenn Sie nicht den ganzen Schreibtisch belegen möchten, kann der Live-Präsentationsmodus gezielt ausgewählte Monitore bespielen — ein Display für Fotos, während die übrigen völlig unberührt bleiben. Das funktioniert unter macOS genauso wie unter Windows.
Apple Silicon oder Intel — und warum das hier zählt
Es gibt zwei Mac-Builds, und der Unterschied ist nicht nur die Architektur. Das Apple-Silicon-Archiv ist ein nativer arm64-Build: Fotos, Soft Effects und der Präsentationsmodus funktionieren. Gebündeltes Video für arm64 ist noch nicht fertig.
Das Intel-Archiv ist x64 mit enthaltenem Video und läuft über Rosetta auch auf Apple Silicon. Die Wahl dreht sich also eigentlich um Video: Wollen Sie heute Clips in der Rotation auf einem M-Mac, nehmen Sie das Intel-Archiv unter Rosetta. Besteht Ihre Sammlung aus Standbildern, passt der native arm64-Build besser.
Nicht sicher, welchen Chip Sie haben? Apple-Menü → Über diesen Mac zeigt bei Apple Silicon Chip und bei Intel Prozessor.
Auf allen Displays einrichten
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Das richtige Archiv wählen
Wählen Sie Apple Silicon oder Intel gemäß dem Abschnitt oben. Alle Details zu Download und Entpacken stehen im Mac-Installationsleitfaden.
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Installationsskript ausführen
install.shplatziert die App und registriert den Idle-Agent als Anmeldeobjekt. Dieser Schritt lässt den Bildschirmschoner unter macOS überhaupt entstehen — überspringt man ihn, bleibt eine App, die man manuell starten kann, und nichts, was bei Leerlauf anläuft. -
Ordner hinzufügen
Öffnen Sie die Einstellungen, fügen Sie im Tab Media Files Ihre lokalen Medienordner hinzu und aktivieren Sie Include subfolders, wenn Ihre Sammlung nach Jahr oder Ereignis geordnet ist.
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Auf allen Displays bestätigen
Warten Sie die Leerlaufzeit ab und prüfen Sie, ob jeder angeschlossene Bildschirm seine eigene Rotation aufnimmt. Bleibt ein Display dunkel, ist genau das zu untersuchen — nicht die App als Ganzes.
Die Mac-Builds sind noch nicht notarisiert. Sie sind auf echten Rechnern getestet, tragen aber keine Apple-Developer-ID-Notarisierung, sodass macOS den ersten Start blockieren kann. Möglicherweise müssen Sie die Quarantäne aufheben oder die App unter Datenschutz & Sicherheit erlauben — die README im Archiv enthält die aktuellen Schritte, und die GitHub-Release-Seite bietet Prüfsummen, falls Sie den Download verifizieren möchten.
Der Rest funktioniert wie unter Windows
Abgesehen vom Leerlaufverhalten und dem Video-Hinweis ist macOS keine abgespeckte Fassung. Soft Effects mit Ken-Burns-Bewegung und allen acht Collage-Layouts, 29 Übergangseffekte, Dateinamen-Einblendungen, Bilderrahmen, zufällige oder sequenzielle Reihenfolge und der Wiedergabeverlauf pro Fenster verhalten sich identisch.
Lokale Ordner, nichts wird hochgeladen
Die App liest die Ordner, auf die Sie sie auf Ihrem eigenen Mac verweisen. Nichts wird hochgeladen, gestreamt oder irgendwohin gesendet, und nach der Installation braucht sie keine Internetverbindung — ohne Konto, ohne Cloud.
Wenn beim Weggehen nichts passiert
- Anmeldeobjekt prüfen. Vergewissern Sie sich, dass der Agent zugelassen ist und
install.shtatsächlich durchgelaufen ist. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache. - Nicht in den Systemeinstellungen suchen. Die App ist in dieser Version bewusst kein nativer Bildschirmschoner; ihr Fehlen in dieser Liste ist also zu erwarten und kein Defekt.
- Log lesen. Einstellungen → Log; die Datei liegt unter
~/Library/Logsauf dem Mac, der die App ausführt.